szmmctag

  • Charters Towers-Alice Springs, 16.6.-18.6.2013

    War doch eine gute Entscheidung hier zu übernachten. Hier gibt es sogar ein paar Gerätschaften für den Minenbau. Charters Towers ist sowieso eine Minenstadt. Also gibt es noch eine kleine Stadtrundfahrt mit Fotos für mich. Neben typischen Bauten aus solcher Zeit gibt es die lustigste Kirche, die ich je gesehen habe. Also typisches Kirchengebäude? Fehlanzeige! Ehrfürchtiger Friedhof in der Nähe? Fehlanzeige! Kirchturm mit Glockenspiel und Turmuhr? Fehlanzeige! Es handelt sich hierbei um einen einfachen Flachbau mit großer Schaufensterfront. Wenn nicht „christliche Familienkirche“ und ein Schild mit den Gottesdiensten da gestanden hätte, hätte ich das niemals für möglich gehalten. Aber im Outback kann man sich eben auf alles gefasst machen.

    Noch kurz getankt und dann geht’s wieder auf die staubige Straße mit nichts weiter als endlose Weiten um einen herum.
    Ein kleiner Halt wird in Prairie eingelegt. Der einzige Grund für den Stopp in dieser „Ortschaft“ mit ca. 3 Gebäuden ist eines dieser typischen Windräder für die Brunnenanlage. Die finde ich so klasse.
    Eine kleine Pause später geht’s schon wieder weiter auf die Straße. Da hier nicht so reichlich Wasser vorhanden ist, sehen die Tiere auch dementsprechend aus. Die Kühe sind hier nicht mehr eingepfercht auf Weiden sondern bewegen sich frei in der Landschaft. Teilweise sind die Farmen mit Helikoptern ausgestattet, um ihre Tiere wiederzufinden. Jedenfalls sind die Kühe, denen man hier begegnet ziemlich klapprig und weiß wie Papier. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie viel für das Fleisch bekommen…

    Und so senkt sich die Sonne im Outback und es wird Zeit ein Nachtlager zu finden. Also mal wieder ein Rastplatz irgendwo im Nirgendwo…

    Am Morgen gibt es sogar noch eine unerwartete Überraschung: der längste Roadtrain, den ich bisher gesehen habe und sehen werde. Dieser Truck-Fahrer hat kurz gestoppt und damit natürlich eine ganze Menge Hobby-Fotografen auf den Plan gerufen. Auch ich lasse mir diese Chance nicht entgehen. Im Laufe meiner Reise werde ich auch nicht wieder einen Road Train mit mehr als 4 Anhängern sehen.

    Und dann geht’s am frühen Morgen auch schon weiter. Der erste Stopp heißt dann Mount Isa. Seitdem ich von diesem Ort gehört habe, möchte ich hier mal vorbei schauen. Hauptsächlich wegen des Namens =). Hierbei handelt sich um die größte Minenstadt in der Gegend. Zuerst geht’s es in das Besucher-Informations-Zentrum. Zwar auch mit einigen Ausstellungen, aber die habe ich schon in einigen Museen zu sehen bekommen. Hier treffe ich auch auf ein älteres Ehepaar vom Rastplatz.

    Und richtig toll: es gibt einen Aussichtspunkt, von wo man von einem Berg aus auf die Stadt sehen kann. Die weite Sicht auf die Stadt und den Riesenwegweiser mit ganz vielen australischen und Internationalen Städten. Frankfurt ist z.B. 14213 km von hier entfernt. Ist ja fast ein Katzensprung.

    Wieder auf dem Highway gibt es irgendwann eine kleine Gedenkstelle vom 2. Weltkrieg. Klingt eigentlich nach einem guten Plan sich anzuschauen, wie die Australier diese Zeit beurteilen. In einigen Museen hat man auch schon Abteilungen zu den Armeeeinsätzen gesehen. Dieses Schild wurde zum 50. Jahrestag des Kriegsendes 1995 aufgestellt und zeigt die Zustände in dieser Region zu Kriegszeiten.

    Einmal über die Grenze von Queensland nach Northern Territority und schon laufen die Uhren rückwärts. Und zwar eine ganze halbe Stunde. Leider gibt es hier nicht so wirklich einen Rastplatz. Es gibt zwar einen, der ungefähr 2 km vom Highway entfernt ist, aber dafür geht’s über Huckelstraße. Erst denke ich mir, dass es ja nicht so weit ist, aber nach ein paar Steinen gegen den Unterboden bin ich mir da dann doch nicht mehr ganz so sicher. Also drehe ich mich doch um und fahre die letzten 5km bis Tennant Creek. In Tennant Creek angekommen bin ich mir auf den ersten Blick sicher, dass ich mich doch wieder auf einen Zeltplatz begebe. Ich habe bestimmt keine Vorurteile, aber bei einem offensichtlich eher aborigine-lastigem Örtchen übernachte ich lieber nicht mitten auf der Straße. Ich habe Glück und finde am Ortseingang einen Zeltplatz. Auch wenn die Frau am Empfang etwas unfreundlich ist, bekomme ich doch relativ günstig einen Schlafplatz für die Nacht.
    In der Camp-Küche treffe ich auf ein deutsches Pärchen, das anscheinend hier lebt und arbeitet. Nur mit dem Strom klappt es für die Nacht nicht. Aber auch nicht weiter schlimm, geht’s eben früher ins Bett und das Ziel Alice Springs rückt für morgen auch immer dichter. =)

    Am nächsten Morgen genieße ich meine Dusche und deshalb geht es nicht ganz so früh los wie sonst.
    Noch einmal fix aufgetankt in Tennant Creek und dann geht’s los auf die letzten gut 500km nach Alice Springs.

    An einem Roadhouse, meinem Mittagspausen-Stopp, ist auch ein kleiner Plausch mit einem australischen, reisenden Ehepaar drin. Sie empfehlen mir am Aileron Roadhouse zu stoppen, denn hier gibt es eine große Aborigine-Statue auf einem Berg, dass es wohl wert ist sich anzuschauen. Ein bisschen vorsichtig schaue ich auf meine Tankanzeige, aber theoretisch müsste ich das locker die letzten 200km nach Alice Springs schaffen. Aber da bin ich jetzt doch ein bisschen geizig. Zur Not tanke ich dann an dem anderen Roadhouse auf, auch wenn es da dann doch noch teurer wird.

    Aber ich habe Glück, ich schaffe es mit mehr als einem Viertel Tank übrig bis nach Alice Springs. Aber den Stopp in Aileron lasse ich mir nicht entgehen. Hier gibt es eine große Kriegerstatue auf einem Berg. Etwas dichter, am Eingang der kleinen Nebenstraße gibt es auch eine Statue mit einer Aborigine-Mutter mit seinem Kind und einem Goanna in speerweiter Entfernung. Meine besondere Vorliebe für die Aborigine-Kultur freut sich riesig. Hier gibt es auch eine kleine Kunst-Galerie, aber alleine traue ich mich da dann doch nicht hinein. Außerdem will ich ja auch heute noch in Alice ankommen. Ein kleiner Scherz muss aber noch sein – auf der künstlerischen Seite. Neben dem Roadhouse gibt es zwei kleine Goanna-Figuren, gekleidet in typischen Frauen-und Männergewändern – mit Bikini und Cola-Dose. Dazu der Spruch „Die Wüstenmeerjungfrau und ihr Geliebter“. Auch wenn hier im Roadhouse nicht allzu viel los ist.

    Kurz vor 4 erreiche ich dann Alice Springs. Da hilft jetzt nur eins: sofort in ein Reisebüro und hoffen, dass ich für morgen früh eine Tour zum Uluru (Ayers Rock) bekomme. Denn dieser ist nochmal ungefähr 400km entfernt und ich habe eigentlich keine Lust, diese Strecke alleine zu fahren. Und ich habe Glück: bei den Emu Run Tours ist noch ein Platz frei! Juhuu!!! Super! Dann kommt allerdings das größere Problem. Ich benutze den netten Herren, für mich auch einen Zeltplatz zu finden, bei dem ich mein Auto für die 2 Nächte unterstellen kann. Im Endeffekt stehen 2 Zeltplätze zur Auswahl: der Eine ist ziemlich teuer, nimmt aber für die 2 Nächte nur eine kleine Pauschale, der Andere ist zwar nicht ganz so teuer, geht aber für die zwei Nächte auch nicht wirklich mit dem Preis runter. Also wird’s im Endeffekt derjenige, der in der Gesamtsumme günstiger ist (höher Zweinächtepreis). Manchmal braucht man einfach nur Glück damit sowas reibungslos funktioniert.

    Beim Zeltplatz angekommen erlebe ich das erste Mal, dass einige Selbstverständlichkeiten in der Kultur der Aborigines nicht vorkommen. Ein Pärchen im Zeltplatzkiosk möchte etwas zu essen kaufen. Unter anderem „Pie“ (eine australische Spezialität, so eine Art großer Tarte mit Fleischfüllung). Doch bevor die Bedienung ihm diese gibt, möchte sie erst das Geld dafür sehen. Im Normalfall würde sich solche eine Frage in dieser Form nicht stellen. Weil bei beiden Seiten klar ist, dass das so abläuft. Hier allerdings, gibt es noch eine kleine Diskussion mit der Aussage der Bedienung: „So ist es nun einmal, wenn Sie etwas haben wollen, müssen Sie mir dafür Geld geben.“ Es klingt echt komisch, so etwas Erwachsenen erklären zu müssen. Aber gut.

    Dann wird noch schnell das Zelt aufgebaut, das Auto ein bisschen aufgeräumt, die Sachen gepackt und dann freue ich mich schon riesig auf die Tour morgen, auch wenn es ein sehr früher Start wird.

    Bilder findet ihr unter:

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  • Cairns-Charters Towers, 15.6.2013

    Diese verdammten Kakaduvögel! Ich habe das Auto nicht unter einem Baum geparkt und in den paar Stunden konnten sie es natürlich nicht lassen. Die sollen schlafen um diese Zeit und nicht durch die Gegend fliegen. Egal. Ich habe leider keine Zeit, denn es gibt zur Feier des Tages ein neues Paar Reifen für mein Auto. Und noch einmal fix in die Innenstadt und die Fotos vom Fallschirmsprung gestern abgeholt, ein bisschen einkaufen und dann geht’s auch schon los. Die Fotos gingen zwar nicht ganz so fix, denn das Visitor Center hat doch tatsächlich erst 5 min später aufgemacht und noch ein bisschen bei der Lagune geschlendert, denn hier gibt es heute Morgen einen kleinen Handwerkermarkt. Außerdem ist meine Motivation für wieder stundenlange Autofahrt nicht ganz so groß. Aber hilft ja nichts.
    Also geht’s mit wieder weißem Auto los auf den Highway zurück in Richtung Townsville. Auf dieser weiten Strecke habe ich ein bisschen Glück, dass es unter einer Brücke eine Rasttasche gibt. Und ich bin nicht die einzige, die diese Chance nutzt. In die andere Richtung steht auch ein Auto mit schlafenden Insassen.
    Ein bisschen finde ich es ja schade, dass ich wieder alleine fahre, aber der Deutsche, mit dem ich mich vor 2 Tagen noch getroffen hatte, hat mir gestern Abend abgesagt, weil er jetzt doch lieber hier arbeitet. Schönen Dank auch!

    Na gut, hilft nichts. Aber zur Abwechslung bietet sich doch noch eine Möglichkeit, nicht alleine fahren zu müssen. Zwei Tramper stehen am Straßenrand und wollen mitgenommen werden. Normalerweise fahre ich an diesen dann doch lieber vorbei, weil mir alleine als Mädel dabei dann doch nicht so geheuer ist. Aber hier handelt es sich um ein Paar, die nach Townsville wollen. Also bin ich die nächsten 2 Stunden schon mal nicht alleine. Passt also super. Sie ist eine Spanierin und er ein Franzose, die sich irgendwo in der Weltgeschichte schon kennengelernt haben und jetzt ihr Abenteuer in Australien fortsetzen.
    Da ihr Ziel Darwin ist, fahren wir sogar zusammen noch nach Charters Towers. Da es schon so gut wie dunkel ist, als wir in Charters Towers ankommen, gestaltet sich die Übernachtungssuche doch etwas lustig.
    Abgesehen davon, dass wir den Zeltplatz nicht finden, möchten die beiden auch nicht so wirklich auf einen solchen. Im Stadteingang befindet sich zwar ein Rastplatz, jedoch mit Schild, dass das Übernachten hier verboten ist. Theoretisch würden die beiden hier bleiben wollen, ist mir aber nicht so ganz geheuer. Also trennen wir uns im Endeffekt im Stadtzentrum. Die beiden werden wohl wahrscheinlich in irgendeinem Park ihr Zelt aufschlagen. Ich fahre noch zweimal durch den Ort und überlege erst, am Rande einer Straße zu parken. Aber irgendwie ist mir das doch nicht so ganz geheuer. Im Endeffekt fahre ich dann doch zum Rastplatz am Ortseingang. Ich versteife mich im Ernstfall dann darauf, dass ein kleines Zeichen zu sehen ist. Man könnte auch sagen, dass das Übernachtungsverbot für Wohnwagen gilt. Also gute Nacht auf eine kurze und erholsame Nacht.

    Bilder findet ihr unter:

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  • Cairns-Cape Tribulation, 14.6.2013

    Oh mein Gott! Ich muss total bescheuert gewesen sein. Wie kann man nur denken, aus einem fliegenden Flugzeug zu springen ist eine coole Idee.

    Am frühen Morgen werde ich vom Hostel abgeholt. Und dann geht’s in Richtung Sportflughafen von Cairns. Hier startet der Flieger, aus dem wir springen werden.
    Doch bevor es so richtig losgeht, muss natürlich noch ein bisschen Papierkram erledigt werden. Dazu gehören die Feststellung von Größe, Gewicht und die Erklärung, dass man alles auf eigene Gefahr macht. Ein kleines Video gibt es auch noch, das erklärt was man wie machen muss, damit es reibungslos vom Himmel auf die Erde geht.
    Ich bin für die 2. Gruppe eingeteilt. Leider müssen wir auch noch etwas länger warten, denn die erste Gruppe steht auf dem Rückweg leider etwas im Stau.

    Und dann geht es los. Für die mit kurzer Hose gibt es noch so eine „alte“ lange Hose zum drüberziehen. Einfach als Vorbeugungsmaßnahme bei der Landung. Dann bekomme ich meinen Tandemspringer zugeteilt. Eigentlich wollte ich ihn erst noch fragen ob er mit seinem Leben zufrieden ist, nur für den Fall. =) Aber nachdem er mir erzählt, dass es schon ungefähr 9 mal vorgefallen ist, dass sich der Schirm nicht geöffnet hat, sondern erst der Ersatzschirm zum Einsatz kommen musste, war ich dann doch beruhigt. Noch schnell den Harnest anlegen und dann geht’s auch schon los zum Flieger. Sieben Tandemspringer befinden sich im „Passagierraum“ des Fliegers. Die Aussicht von hier oben ist sogar echt schön auf die Umgebung von Cairns. Man sieht nicht nur die immer kleiner werdene Welt, sondern auch die Krokodilfarmen, die bei einem Hochwasser vor ein paar Jahren einige Einwohner verloren haben.

    Und dann geht’s los. Ich springe als 4. Leider. Denn so sehe ich, wie die ersten 3 aus dem Flieger springen, bzw. sich fallen lassen. Ich kann fast gar nicht zuschauen. Und in mir wird die Frage immer stärker, wie um alles in der Welt ich nur auf so eine Idee kommen konnte. Und dann geht es ziemlich schnell. Man hat eigentlich auch fast keine Möglichkeit es sich anders zu überlegen. Also Hände vor der Brust gekreuzt und schon sind wir im freien Fall. Nachdem er mir auf die Schulter getippt hat und ich die Arme ausbreite, kann ich den freien Fall auch richtig genießen. Mit einer Absprunghöhe von 14.000 feet (umgerechnet 4.267,2m) habe ich 60 Sekunden freier Fall bevor der Fallschirm geöffnet wird. So falle ich durch Wolken und die Erde kommt immer näher. Bei diesem Fall scheint die klasse Pilotenbrille doch sehr hilfreich zu sein. Der Mund wird auch sehr schnell ganz trocken. Als der Schirm vollkommen aufgespannt ist gibt es einen Ruck und dann zieht der Schirm doch schon sehr am Harnest. Und von der waagerechten Fallposition geht es jetzt senkrecht zu Boden. Das Landefeld kommt langsam dichter. Die gelbe Fahne wird immer deutlicher und das kleine Feld inmitten von Landwirtschaft ist vorbildlich kurz gehalten. Um eine gute Landung zu gewährleisten muss ich die Beine möglichst hoch halten und ganz aus der Landung heraushalten.
    Und dann erreiche ich den heil und sicher wieder den Boden und kann ohne Probleme wieder aufstehen. Es ist auf jeden Fall eine richtig gute Erfahrung und hat auch Spaß gemacht. Ob ich es nochemal mache? Ich glaube schon, allerdings ist es nicht gerade ein billiges Hobby. Aber ich denke irgendwann in meinem Leben werde ich es noch einmal machen.
    Wieder zurück auf dem Flugplatz heißt es Sachen einsammeln und wieder zurück nach Cairns. Eigentlich könnte ich die Bilder in einer Stunde abholen, allerdings nutze ich die Chance heute noch nach Cape Tribulation zu fahren. Ich hatte gehofft, ein bisschen früher loszukommen, aber dadurch, dass ich in die zweite Gruppe gefallen bin, bin ich erst gegen späten Nachmittag wieder im Hostel. Also schnell los! Eigentlich ist der Weg nicht so weit, dennoch scheint das Adrenalin vom Morgen nun ihren Tribut zu fordern. Also eine kurze Pause am einer kleinen Aussichtsbucht und einen Energydrink später geht’s weiter zur Fähre. Mit der Fähre geht es hinüber zu Cape Tribulation. Dieser Ort ist bekannt unter dem Motto „Wo der Regenwald auf den Strand trifft“. Meine große Hoffnung liegt hier auf den Cassowarys (dt. Bezeichnung: Kasuare). Auch wenn diese ganz schön garstig aussehen, sind sie fast alt wie die Dinosaurier. Ihre Eier sind riesengroß und blau. Ich sehe auch häufiger das Schild, das einem sagt, dass hier vor kurzen ein Cassowary die Straße überquert hat.
    Dann taucht ein Regenwald-Entdeckungszentrum auf. Hier gibt es einen langen Pfad durch dichten Regenwald, mit hohem Aussichtsturm um auch in die Ferne sehen zu können. Als Informationsquelle gibt es hier ein kleines Informationsheft mit vielen Nummern. Sowie für die Pflanzen, als auch für Lebens- und Funktionsweisen in einem Regenwald. Hierzu bekommt man ein Audiogerät beim Eingang, welches natürlich am Ende wieder eingesammelt wird. Folgt man dem Wanderpfad findet man die kleinen, großen Bullameisen. Diese Ameisen sind sogar noch schlimmer als die Feuerameisen. Groß, durchsichtig und mit einem grünen Po und wenn man dieser gebissen wird, dann bleibt das unter Umständen nicht nur mit einem kleinen brennenden Gefühl sondern geht im schlimmsten Fall bis zu Taubheitsgefühlen. Nette kleine Zeitgenossen also. Als ein besonderer Vertreter der Pflanzenwelt ist die „Cassowary Plum“ (Kasuare Pflaume). Für den Menschen giftig ähnelt sie nicht nur ein bisschen den Eiern dieser Tiere, es scheint auch die Lieblingspflanze von ihnen zu sein. In diesem Interpretationszentrum gibt es auch übergroße Metallschatten von typischen australischen Tieren: Kängurus, Urzeit-Wombats, Urzeit-Emus und Krokodile.
    Ursprünglich war mein Plan noch ein bisschen weiter auf Cape Tribulation zu fahren, aber es wird langsam dunkel und ich muss den ganzen Weg auch noch wieder zurück nach Cairns fahren. Also nutze ich ein kleines Hotel zum einen zum Wenden, zum Anderen, was noch viel wichtiger ist, zum Geld abheben. Ich hätte ja auch gleich eine Hin- und Rückfahrkarte geholt als ich mit der Fähre hinüber kam, jedoch hatte das Bargeld dafür dann doch nicht gereicht. Jedoch habe ich hier noch mehr Glück: dieses Hotel gibt seinen Gästen normalerweise freie Rückfahrkarten für die Fähre. Und da sie noch so viele haben und die auch bald ablaufen, bekomme ich diese sogar umsonst. So lasse ich mir das gefallen. Auch wenn ich wieder an mehreren solcher Schilder mit kürzlich gesehenen Cassowarys vorbeifahre, habe ich leider nicht das Glück einige von ihnen zu sehen… Na gut, bleibt mir wohl nichts anderes übrig. Also geht’s wieder auf die Fähre und langsam zurück nach Cairns. Auch immer wieder erstaunlich wie schnell es dann dunkel wird. Doch bevor ich nach diesem aufregenden Tag ins Bett gehen kann, braucht mein geliebtes Auto noch ein bisschen Zuwendung. 2 Tage in Cairns, noch nicht mal unter einem Baum geparkt, aber am Rande der großen Kakaduwohnungsbäume. Hier ist jedes Mal ein Riesenkrach von den ganzen Kakadus. Wenn man sich sonst schon so über die Vogelklekse ärgert, dann könnt ihr froh sein noch nie die Bekanntschaft von Kakadus gemacht zu haben. Also geht’s abends noch in die Selbstwaschstraße. In der Beziehung wurde ich bei meiner ersten Arbeit ja schon super darauf vorbereitet, wie man Autos am besten wäscht. Am liebsten hätte ich ihm auch noch eine Staubsaugerkur verpasst, nur leider ist das Staubsaugen nach 19 Uhr nicht mehr erlaubt. Also muss das auf die nächste Gelegenheit warten. Blitzeblank geht’s wieder zurück, sodass ich morgen wieder voller Vorfreude starten kann…

    Bilder findet ihr unter:
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  • Cairns-Atherton Tablelands, 13.6.2013

    Neuer Tag, neues Abenteuer! Heute geht es auf die „Uncle Brian Rainforest Tour“. Eine Tagestour durch die Atherton Tablelands. Ein früher Morgen, aber soweit wie es bisher von dieser Tour gehört habe, soll es sich auf jeden Fall lohnen.
    Eher unüblich von den bisherigen Tourguides, dass sie wirklich versuchen sich jeden Namen zu merken. So wiederholt er an jeder Station, bei der er neue Leute einsammelt, die Namen aller im Bus Sitzenden. Noch dazu in einer besonders charmanten und lustigen Art und Weise. Und da ich die einzige Deutsche bin, wird mir sogar für Ende des Tages ein Bier versprochen. Ist anscheinend wirklich eine große Besonderheit, wirklich nur einen einzigen Deutschen an Bord zu haben. Das zeigt natürlich, dass die Ostküste voller Deutscher ist.

    Auf dem Weg raus aus Cairns muss natürlich auf den letzten McDonalds hingewiesen werden. Er ist das letzte Zeichen von Zivilisation bis wir heute Abend dann wieder zurückkommen. Ah ja… :D

    Als erstes geht es nach Babinda. Laut irgendeiner Auszeichnung sind hier die freundlichsten Menschen Australiens. Sie winken immer und jeden. Das probiert Brad (unser Fahrer und Tourguide) auch ein paar Mal aus. Und hier in Babinda gibt es noch ein weiteres australisches Markenzeichen – „U-Turns“ (Kehrtwende). Deswegen nutzt er die Wendebucht ganze 5mal (!!!) bevor es dann ein bisschen weiter in den Wald hinein geht zu Babinda Boulders. Hier geht es zuerst ein bisschen in den alten Regenwald mit hohen Bäumen, interessant aussehenden Spinnen (so weit oben hat kaum jemand diese tolle Spinne auf die Kamera bekommen) und uralten Geschichten.
    Folgt man dem Wanderweg weiter, trifft man auf an mehreren Stellen auf Aussichtsplattformen entlang des Flussbettes. Da dieses Flussbett anscheinend zu den etwas gefährlicheren gehört was Strömungen angeht und offensichtlich schon einige Unbesonnene hier in Gefahr gekommen sind, stehen hier nicht weniger als 15 Warnschilder entlang der Umzäunung, die vor den Gefahren der Strömungen und Felsen warnen. Der Wanderweg führt noch zu zwei weiteren Stationen
    Diesen Weg gehe ich mit einem älteren australischen Pärchen – schön schnacken! =)
    Weil ich dadurch ein bisschen später wieder zurück beim Bus bin, verpasse ich den kleinen Snack, aber das ist auch nicht weiter schlimm. Während alle anderen hier im Wasser planschen gehen (ich kann wegen meiner Entzündung ja leider [eigentlich] nicht) aber anscheinend ist es auch nicht das wärmste Wasser in diesem Bergfluss, denn viele der Mädels stehen unschlüssig nur wadentief im Wasser. Darunter auch eines der Frauen, die gestern schon bei der Segeltour mit dabei war.

    Stattdessen gibt es am Ufer ein sehr interessantes Gewächs. Kleine Pflanzen, deren Blätter sich bei Berührung zusammenklappen. Springkraut kenne ich ja schon, aber so eine interessante Selbstverteidigung der Pflanze ist auch toll. Ich könnte wetten, dass wenn ich die im Garten meiner Großeltern gefunden hätte, hätte ich eine Super-Beschäftigung für den ganzen Tag gehabt. Das ältere Pärchen bestätigt mir sogar, dass ihre Enkel diese Pflanze auch toll finden.

    Dann geht’s auch wieder zurück in den Bus und weiter zur nächsten Station – die Josephine Falls. Nach einem sehr kurzen Wanderweg kommen wir dann am Fuße der Josephine Falls an. Hier gibt’s natürlich wieder die Chance baden zu gehen. Das lasse ich mir jetzt aber dann doch nicht entgehen. Auch wenn alle anderen den Riesenspaß mit der Felsenrutsche nutzen, setzte ich mich doch lieber nur auf die Steine im Wasser und schaue dem Treiben zu und mache Fotos :D
    Mit so einer Plastiktüte um den Fuß und leichtem Humpeln ist es nicht so einfach über glitschige Steine zu balancieren. Und wenn man den anderen so zuschaut ist es auch nicht das einfachste den kleinen Felsen hochzurobben um dann mit den kleinen Wasserfall den Felsen wieder herunterzurutschen. Obwohl es in Cairns doch recht warm ist, sind die gesamten Wasserstellen, die wir heute besuchen recht kalt.
    Folgt man dem Wanderweg noch ein bisschen stromaufwärts, gibt es neben einer kleinen Aussichtplattform mit uralten, moosüberwucherten Treppenstufen, die ein bisschen an entfernte Märchenträume erinnern, auch super Ausblicke auf den gesamten Wasserfall.

    Zurück im Bus geht es entlang wunderschöner Landschaften zu unserer Mittagspause. Unser Mittag bekommen wir in einer kleinen, rustikalen Gaststätte. Neben einem ausgiebigen Mittag gibt’s auch noch ein „pudding“. Der englische Pudding ist aber eher ein Klitschkuchen mit warmer Schokosoße. Dazu gabs heute noch eine Kugel Vanille-Eis.

    Nach dieser kleinen Pause geht es schon zum nächsten Highlight. Den Millaa Millaa Falls. Dieser Wasserfall ist weltweit berühmt – nämlich aus der Shampoo-Werbung.
    Zwar konnten wir nicht so gekonnt in Pose gesetzt dazu stöhnen aber die Haar-Wasserflugkurven-Fotos wurden trotzdem gemacht.
    Dafür wäre ich sogar in dieses besonders kalte Wasser gegangen. Allerdings hatten alle anderen schon Probleme, sich einigermaßen wackelfrei fortzubewegen. Also wurde mir davon abgeraten. Dieses Mal gab es deshalb leider kein Foto für mich! =)

    Ein wenig frierend geht’s wieder an Bord und zurück zum Highway. Dazu geht es wieder an der Teestube vorbei. Doch bevor wir auf den Highway können, versperren ein paar Kühe den Weg. Denn diese schwarz-weißen Wegelagerer sind gerade auf ihrem Weg vom Stall zur Weide.

    Doch nachdem diese Hürde überwunden wurde, geht es zur letzten Bademöglichkeit des Tages. Auf unserem Weg kommen wir an einer Milchfarm vorbei. Hier erzählt uns unser Fahrer Brad, dass es hier normalerweise einen kleinen Milchlaster gibt, der die „Freundin“ unseres Reisebusses ist. Deswegen war unser Bus tieftraurig und musste erstmal traurig hupen und sich mit den Scheibenwischern die Tränen von der Scheibe wischen, bevor er weiterfahren konnte.

    Dann kommen wir am Eacham See an. Dieser See ist ein ehemaliger Krater und somit teilweise 60m tief. Unser Tourguide zeigt uns eine gute Stelle, von der man vom Baum ins Wasser springen kann. Natürlich unter der Maßnahme, dass das nicht von ihm kommt, denn der Parkwächter findet diese Idee bestimmt nicht so toll.
    Ein wenig schmunzeln muss ich schon, dass sich einige bei den 3 Metern so zieren. =)
    Bevor es weiter geht, gibt es noch einen warmen Kakao aus der Thermoskanne und Muffins.

    Zum Abschluss gibt es noch ein kleines Highlight – ein besonders persönliches Highlight für mich um genau zu sein. Wir halten an einem kleinen Parkplatz in Yungaburra. Hier gibt es einen kleinen See mit einer Autobrücke darüber. Das absolute Highlight: in diesem See wohnt ein Platypus. Ihr erinnert euch sicherlich, dass ich in Tasmanien mehr oder weniger verzweifelt versucht habe solch einen zu finden. Dass einige aus der Gruppe nicht still sein können bringt mich beinahe an den Rand der Verzweiflung. Dies könnte meine letzte Chance sein, ihn in der freien Wildbahn zu sehen. Auch wenn es schon ziemlich dunkel wird und Einzelheiten so gut wie gar nicht mehr erkennen kann, handelt es um das Ding dort im Wasser eindeutig um einen Platypus. Ich habe ihn gesehen, ich kann es kaum fassen. :D Damit hat der Tag noch einen absolut krönenden Abschluss gehabt.

    Bevor wir wieder zurück nach Cairns fahren, halten wir noch an einem kleinen Hostel irgendwo im Nirgendwo. Ich wüsste nicht, was mich hierher verschlagen würde .Man kann zwar Unternehmungen in die Umgebung mit Fahrrad und Kanu-Fahren mit Sonnenuntergang buchen, aber leider gibt es für sowas keinen Platz in meinem Terminkalender.

    Eigentlich ist dieser Stopp wohl eher dafür gedacht, den typischen Backpackern ihren Bedarf nach Bier zu erfüllen. Hier bekomme ich auch mein versprochenes Bier. Allerdings gehören die zwei angebotenen Biersorten beide nicht gerade zu den besten… Na egal…

    Bevor wir Cairns erreichen, kommen wir am ersten McDonalds vorbei, der uns wieder in der Zivilisation begrüßt.
    Während der gesamten Fahrt bekommen wir eine tolle Geschichte mit passender musikalischer Untermalung und spaßige Musikspielchen auf der Heimfahrt – inklusive passender Beleuchtung. =)

    Vor dem Hostel wieder abgesetzt bekomme ich zwar das Angebot noch für einen kleinen Umtrunk in das absolute Partyhostel Cairns zu kommen. Aber abgesehen davon, dass ich mit meinem Fuß keine Lust habe, den Weg zu laufen, steht bei mir für morgen früh Falllschirmspringen auf dem Plan, und da habe ich ehrlich gesagt keine Lust mir dieses durch welche Form von Alkohol auch immer auch nur im geringsten zu vermiesen.

    Also ab ins Bett und voller Vorfreude vom nächsten Tag träumen…

    Bilder findet ihr unter:

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    Und das Video von der lustigen Pflanze:
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  • Cairns-Great Barrier Reef, 12.6.2013

    Was für ein Spaß mit zerstochenem Fuß durch die Stadt zu humpeln… Dadurch dauert der Weg natürlich doppelt so lange. Dennoch lasse ich mir die Tour nicht entgehen. Ausgestattet mit Tape und Plastetüten mache ich mich auf den Weg. Und wieder geht es auf ein Segelboot. Unser heutiger Tauch- und Schnorchelspot ist bei Green Island.

    Das Wasser ist leider genauso trübe wie schon bei den Whitsundays und so ganz überzeugt mich das Great Barrier Reef auch nicht. Aber wahrscheinlich bin ich dafür auch am falschen Ort. Mein Tauchlehrer in Exmouth meinte ja damals schon, dass die schönsten Stellen hier ziemlich teuer sind. Aber immerhin sehen wir ein paar Fische, tauchen zwischen riesigen Korallenfelsen hindurch und sogar ein paar Schildkröten schleichen sich in unser Blickfeld. Leider habe ich zu wenig Gewichte an meinem Gurt, sodass ich immer wieder zur Wasseroberfläche treibe, was es nicht gerade besser macht.

    Der Versuch, mit Frischhaltefolie und zwei Lagen Plastiktüten meinen Fuß wasserdicht zu machen ist natürlich kläglich gescheitert. Einmal komplett durchgeweicht entscheide ich mich dann gegen einen weiteren Tauchgang und nutze stattdessen die Chance auf Green Island mit dem Glasbodenboot zu fahren. Leider ersetzt das ein Tauchen oder Schnorcheln in keinster Weise, aber trotzdem nett anzusehen. Da wir zu 3 Zeiten wieder abgeholt werden, haben sie mir vom Boot aus die beste Zeit für das Glasbodenboot reserviert, sodass es dort dann keine Probleme mit dem wieder abholen gibt. Besonders weil ich zur Zeit auch nicht gerade die schnellste unterwegs bin.
    Zurück auf der „Ocean Free“ gibt es dann Mittag, ganz viel Sonne und Afternoon Tea.

    Noch schnell neues Verbandszeug aus der Apotheke geholt und dann geht’s zur Lagune in Cairns. Cairns besitzt wirklich gar keinen schönen Strand. Aufgrund der Gezeiten würde ich das eher als Modder-Landschaft bezeichnen. Die Lagune ist allerdings wirklich nett. Hier treffe ich den Deutschen, mit dem ich schon seit Melbourne Kontakt habe und zusammen wollen wir dann von hier via Alice Springs nach Darwin fahren. Ein Freund von ihm überlegt noch, ob er auch mitkommen möchte oder nicht, da das Geld bei ihm ein bisschen knapp wird. Na, ich werde sehen…

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  • Whitsundays-Cairns, 10.-11.6.2013

    So bricht der letzte Morgen auf unserer Segeltour an. Ich war mal wieder die erste oben an Deck. Heute sogar bevor die Crew mit dem Frühstück beginnt. So erwischte ich ein Crewmitglied von einem anderen Schiff, jedoch derselben Flotte wie unser, dass er heimlich ein paar Cornflakes stibitzt. Dennoch ist meine Hoffnung auf einen Sonnenaufgang mal wieder vergeblich.
    Wir haben heute noch einmal die Chance schwimmen und schnorcheln zu gehen, jedoch ist es dieses Mal nicht ganz so gut, nicht so viele Fische, keine Farben. Leider sind die Korallen hier sehr hoch, sodass ich mit dem Verlassen des kleinen Motorbootes schon auf den Korallen stehe. Leider haben wir hier keine Flossen, sodass die Koralle nichts daran hindert, meinen Fuß zu zerstechen. Na toll, dass kann ja noch was werden.

    Wieder an Bord bekomme ich nach der Dusche dann ein bisschen Antiseptikum-Salbe, in der Hoffnung, die Entzündung dadurch zu verhindern.

    Und dann geht es den langen Weg wieder zurück zu Airlie Beach.

    Da es erst Mittagszeit ist und ich übermorgen in Cairns sein muss, weil am Mittwoch schon die nächste Tour auf dem Programm steht, wollte ich mich heute eigentlich schon auf den Weg machen. Jedoch gibt es heute Abend noch einen reservierten Tisch und freien Eintritt in einen der Nachtclubs für uns. Und so werde ich dann doch überzeugt, noch eine Nacht länger zu bleiben. Allerdings wechsle ich aus Preisgründen das Hostel. Auch, um im selben Hostel zu sein, wie einige der anderen hier.
    Zum Glück finde ich in meiner kleinen Reiseapotheke Antiseptikum Spray und Verband, um wenigstens ein bisschen meine Fuß selber zu verarzten. Und zu hoffen, dass es bald besser wird.
    Da noch ein bisschen Zeit ist, besuche ich den örtlichen Didgeridoo-Laden, weil dieser uns wärmstens empfohlen wurde. Ein bisschen reizt es mich ja schon, so ein Ding zu spielen. Denn hier gibt es auch die Unterrichtsstunde kostenlos.

    In dem Restaurant kommt dann tatsächlich fast das gesamte Schiff. In gemütlicher Runde gibt es dann Abendessen und das eine oder andere Bier, bevor es geschlossen in Richtung Nachtclub geht. Nach diesen Tagen war klar, dass dieser Weg nicht ohne Spiel und Dallerei bewältigt wird. Auf dem Weg vom einen Ende zum anderen Ende von Airlie Beach mussten alle beim „Hoch“ auf irgendwas klettern oder beim „runter“ sich flach auf den Boden legen. So ging das entlang der Straße, über die Straße und natürlich sogar durch den McDonalds, der netterweise 2 Ausgänge hat. Schön blöd geguckt haben die Gäste hier. =)
    Auch wenn ich mir alle Mühe gebe, aber so richtig genießen kann ich die Disco nicht, denn wenn man fast nur auf einem der Hochstühle sitzt, weil man auf dem Fuß sowieso nicht stehen kann, macht das einfach mal keinen Spaß – oder mir zumindest nicht, wie ihr euch sicher vorstellen könnt…

    Hat aber auch etwas Gutes, dass ich nicht bis endlos in der Nacht herumschwirre, denn so kann ich wenigstens am nächsten Morgen früh genug aufstehen und früh los, denn ich muss immernoch den Weg bis nach Cairns bewältigen.

    Meine Zimmergenossen sind auch nicht allzu begeistert, als mein Wecker dann um 7 klingelt. Leider scheint der Weg doch etwas weiter zu sein als gedacht. Oder besser gesagt, dank der vielen hundert Baustellen dauert es unwahrscheinlich länger bis nach Cairns zu kommen.
    Auch wenn ich mit den Nerven völlig am Ende bin, erreiche ich Cairns rechtzeitig und nachdem Passanten mir wärmstens ans Herz legen mit meinem Fuß zum Arzt zu gehen, lasse ich mich doch dazu überreden die Entzündung behandeln zu lassen und bekomme eigentlich Schwimmverbot für die nächsten Tage – mit der für morgen gebuchten Tauchtour im Great Barrier Reef natürlich optimal… Na wir werden sehen…

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  • Whitsundays, 9.6.2013

    Die Nacht lagen wir in einer ruhigen Bucht, geschützt von Wind und Wellen. Und da ich irgendwie unbedingt den Sonnenaufgang sehen will und auch mit dem ersten Anzeichen von Bewegung oben in der Küche wachwerde, bin ich dann abgesehen von der Crew die erste, die wach ist und wieder oben an Deck rumläuft. Leider habe ich mit dem Sonnenaufgang nicht so richtig Glück, denn der wird von den Bergen verdeckt, sodass ich nur den hellen Schein am Himmel, aber nichts vom eigentlichen Sonnenaufgang. Naja, vielleicht habe ich ja morgen früh mehr Glück.

    Allerdings ist das mit dem ruhigen Wasser dann doch ziemlich schnell vorbei und auf dem Weg zu Whitehaven Beach sehen irgendwie alle nicht so glücklich und versuchen sich irgendwo aufzuhalten, wo es nicht ganz so doll schaukelt.

    Vielleicht wird es nach dem Besuch von Whitehaven Beach ja besser. In 3 Gruppen geht es in dem kleinen Motorboot zur Insel. Dann gemeinsam zum Hill Inlet Lookout, wo dem aus man einen super Blick über Whitehaven Beach, die umliegenden Strände und die Bucht hat. Ein Gruppenfoto darf natürlich auch nicht fehlen. Und dann geht es hinunter zu Whitehaven Beach. Ohne Stingersuit geht’s natürlich nicht ins Wasser. Und da Whitehaven so sehr überlaufen-touristisch ist, zieht es mich zu einer anderen kleineren Bucht. Doch nicht ohne vorher den warmen Nordeuropäern zu zeigen wie man als Rostocker ins nicht badewannenwarme Wasser geht: reinlaufen und dabei so viele wie möglich nassspritzen! =)

    Whitehaven Beach ist bewiesenermaßen der schönste Strand in Australien und der zweitschönste der Welt, oder zumindest der weißeste. Denn mit 98,9 % Sili.. könnte man Glas erhalten, wenn man den Sand verbrennt. Deshalb ist er theoretisch auch als bestes Poliermittel anzusehen: Ringe, Ketten und sogar Zähne. Allerdings ist es unter Strafe verboten etwas Sand mitzunehmen. Wenn man seine Zahnpasta mit diesem Sand strecken würde, hätte man schon nach kurzer Zeit die weißesten Zähne auf natürliche Art und Weise. Da dies aber wie gesagt verboten ist, müssen wir uns damit begnügen den Sand direkt auf den Zähnen zu reiben und zu hoffen, dass es zumindest etwas bringt.

    Auf dem Weg zurück zum „Hauptstrand“ ist jedoch Vorsicht angesagt, denn einige große Stachelrochen scheinen das fache Wasser genauso zu genießen. Peter, einen anderen Engländer kann ich gerade noch davon abhalten auf einen zu treten.

    Wieder zurück am großen Whitehaven gibt es dann die obligatorischen Strandspiele. Auch hier heißt es Pyramiden bauen. Da einige aber nicht stark genug sind, das Gewicht zu halten bricht diese immer wieder ein, sodass unsere Crew gezwungen ist kleinere Pyramiden draus zu machen.
    Das Wort „Horizon“ [Übersetzung: Horizont] wird auch „vermenschlicht“, da unser Schiff den Namen „New Horizon“ trägt.
    Und da auf so einem Schiff alle natürlich sehr erwachsen und reif sind, gibt es auch die bildliche Darstellung eines Riesenpenisses. Und der Karaoke-Engländer will es sich nicht nehmen lassen uns sich in Form eines Penisses einbuddeln lassen. Wie schön wenn kleine Kinder spielen…

    Ein bisschen Zeit zum Schwimmen, Fotografieren oder Schlafen haben wir dann noch, bevor es wieder zurück zur „New Horizon“ geht.

    Nach einem ausgiebigen Mittag heißt es noch ein bisschen weitersegeln bevor wir das südliche Ende des Great Barrier Reefs erkunden können. Hier haben wir sogar die Möglichkeit tauchen zu gehen. Das ist meine Chance. Mehr als ein halbes Jahr nach meinem letzten Tauchgang geht’s endlich wieder in die Tiefen des Ozeans. Ein bisschen stolz bin ich ja schon auf mich, dass ich dieses Mal nicht ein kleines Problem mit meinen Ohren hatte. Dennoch war die Sicht leider nicht ganz so gut. Wir haben zwar ein paar Fische und Korallen gesehen, aber die Schnorchelmöglichkeit, die wir danach gleich hatten, war viel besser. Ich habe beim Schnorcheln viel mehr und bessere Fische gesehen. Selbst der berühmte Elvis hat sich kurz in mein Blickfeld geschlichen. Leider hatte ich keine Zeit, nach dem Tauchen meine Unterwasserkamera zu holen, sodass diese Bilder dann doch nur Erinnerung sind und bleiben.

    Heute Abend ist dann großer Spieleabend angesagt. Wir werden in 4 Gruppen eingeteilt, bzw. bilden selber unsere Gruppen. Und dann geht es den ganzen Abend um die Gruppenpunkte. Los gings mit dem Antreiben der Ruderer. Wonach hierbei die Punkte vergeben wurden, ist uns nicht ganz klar, allerdings war nicht die angehmste Sache mit seinen Sachen auf dem mehr dreckigen Deck zu sitzen. Denn 2 Tage Regen, Alkohol und Essen machen diesen nicht gerade tiefenrein.
    In der nächsten Runde taten die Jungs mir ein bisschen leid. Denn sie mussten den Mädelsbauchnabel voller Vegemite auslecken. Wer Vegemite nicht kennt: das ist Malz-Aufstrich der Australier, den die meisten Europäer so überhaupt gar nicht mögen, die Australier aber lieben. Es folgten weitere nicht ganz jugendfreie Spiele (bester 3er, bester Lapdance) bis zum Finale, in dem es darum ging, einer Person aus der Gruppe so viele Klamotten wie möglich anzuziehen. Heißt, alle Gruppenmitglieder mussten ihre Kleidungsstücke, die sie gerade am Körper tragen einer Person übertragen. Unterwäsche zählt dabei sogar 10 Punkte =) Dadurch waren einige Gruppen ziemlich leicht bekleidet und dank einiger Überwindung hat unsere Gruppe dann doch noch gewonnen. Irgendwie hat das der Crew dann doch nicht gepasst, und Ich (also Kleidungsständer) und einer aus einer anderen Gruppe durften den Endsieger dann ausschnucken (Stein, Schere, Papier in 3 Gewinnrunden). Manchmal helfen kleine Geschwisterkriege doch im späteren Leben, sodass unsere Gruppe den Gesamtsieg für sich verzeichnen konnte!!! =)

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  • Whitsundays, 8.6.2013

    Gegen Mittag treffen wir uns dann am Pier. Hier treffe ich dann auch den Dänen von Fraser Island, der am letzten Tag morgens zum Fahren in unser Auto gewechselt ist. Aber das wusste ich schon, dass wir auf demselben Boot sein werden. Nachdem wir uns angemeldet und sämtliche Goontüten aus ihrem Karton genommen wurden (Goon ist so ein pseudo Billigwein im 4l Pappkarton) geht es dann als Gruppe zum Boot.

    Aufgrund der Übertragungsgefahr von Bettwanzen sind keine Rucksäcke mit Reißverschluss erlaubt und auch keine eigenen Schlafsäcke. Einen Franzosen erwische ich, der lieber seinen eigenen Schlafsack benutz anstatt dem von uns selber frisch bezogenem Bett. Im Vergleich zu dem Segelboot von Trevor in Strahan haben diese Betten sogar richtig viel Platz. Und es gibt Doppel- und Einzelbetten (ca. 50:50), was heißt, dass bei der Unterzahl der Pärchen auch zusammenreisende Freunde in einem Bett kuscheln dürfen.

    Für heute wird es eher ein entspanntes rumfahren, hauptsächlich weil wir von dem Festland erstmal zu den Inseln kommen müssen.

    Heute Abend gibt es als Abendunterhaltung Karaoke. Ein kleiner TV, zwei Mikros unendlich viele Songs. Ist sogar richtig lustig, wenn manchmal nicht kleine Egoisten-Engländer das Mikro nicht mehr hergeben und die Crew wie im Kindergarten einschreiten muss. Dennoch ist es ein richtig lustiger Abend. Und wir werden sogar belohnt und sehen erst Fische im Lichtschein des Bootes schwimmen und dann Delfine, die diese jagen. Und das direkt neben dem Boot.

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  • Rockhampton-Airlie Beach, 6.-7.6.2013

    Am nächsten Tag geht’s dann aber doch weiter in Richtung Airlie Beach. Nachdem ich den ganzen Tag fast nur gefahren bin, erreiche ich am Nachmittag Mackay. Was man erst weiß, wenn man in dem Ort ankommt, dass dieser aus irgendwelchen Gründen besonders teuer ist. In meinem Reiseführer ist die Rede von einem historischen Walk durch die Stadt, die alle tollen, sehenswerten Gebäude beinhaltet. Dieser findet aber nur am Morgen und nur an bestimmten Tagen statt. Da ich allerdings keine Lust habe, die Hostelgebühren zu bezahlen, besonders wenn man in seinem Auto schlafen kann, geht’s für mich dann doch noch ein bisschen weiter. Doch bevor ich die Stadt verlasse, schaue ich mir wenigstens den Hafen und den Strand an. Der Strand ist nichts besonderes, noch nicht einmal toller weißer Sand. Bei der Marina sieht das etwas anders aus. Man sieht, dass das Geld in MAckay offensichtlich vorhanden ist. Viele kleine Privatjachten, kleine Wasserkantenrestaurants und ein üppiger Spielplatz – sogar mit großer Fred Feuersteinfigur!

    Da es zu dieser Jahreszeit schnell dunkel wird, beschließe ich erst auf einem Truckstopp zu bleiben, besonders weil hier auch noch ein Caravan steht und ein bisschen müde macht das Nachtfahren auch. Als der jedoch kurz darauf weiterfährt, wird mir doch ein bisschen unwohl, sodass ich im Endeffekt dann auf dem Parkplatz einer Tankstelle schlafe.

    Am nächsten Morgen geht es dann früh mit den ersten Brummifahrern in Richtung Airlie Beach. Leider kann ich aufgrund vom Büroumzug des Reisebüros meinen Papierkram für die Segeltour noch nicht machen und darf noch eine Stunde warten. Also geht es zuerst zum Hostel, bei dem ich dann auch mein Auto für die darauf folgenden 2 Nächte parken kann.

    Nachdem der Papierkram erledigt ist schaue ich mir Airlie Beach noch ein bisschen genauer an und laufe schon mal den Weg zur Segelyacht, damit ich dann morgen weiß wie lange ich für die Strecke brauche und wo genau es langgeht.
    Beim Strollen durch die Stadt treffe ich dann auf Mädel, die auch mit mir auf Fraser Island und sogar im gleichen Auto war. Eigentlich wollten wir uns später noch in der Lagune treffen, aber der Nieselregen macht uns dann doch einen Strich durch die Rechnung. Die Lagune ist so ähnlich wie der Stadtstrand in Brisbane, aber eher für Kleinere. Die Errichtung solcher scheint ziemlich sinnvoll zu sein, denn an allen Strandabschnitten hier stehen die großen Schilder, die vor den Quallen warnen und empfohlen wird nur mit einem Stingersuit ins Wasser zu gehen. Da ich für so etwas sowieso eine besondere Anziehungskraft habe zieht es mich hier nicht so ins Wasser, obwohl der Strand jetzt nicht so schlecht ist.

    Ich genieße das eher unschöne dann lieber mit weiteren Reisevorbereitungen in meinem Zimmer. Und die Ladiesnight im Hostel, also freier Sekt für alle Mädels. Und da ich offensichtlich die Einzige bin, die lächelt, wenn sie sich ihr nächstes Glas abholt, bekomme ich sogar ernsthaft zwei vor die Nase gestellt. Anscheinend sind die armen Jungs von der Unfreundlichkeit ein bisschen frustriert. =)

    Ein langer Abend wird es trotzdem nicht, denn schließlich geht es morgen für 3 Tage auf ein Schiff und ich muss meinen Magen ja nicht unnötigerweise überstrapazieren. =)

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  • Rockhampton, 5.6.2013

    Am Morgen komme ich dann in Rockhampton an. Ein weiterer Grund, warum ich gestern weiter gefahren bin, denn ich habe hier heute mal wieder einen Service-Termin fürs Auto. Die Straße zu finden ist nicht das Problem. Das tückische ist, dass die Bezeichnung, die ich von meinen Lieblingskollegen in Perth bekommen habe nicht mit der Bezeichnung übereinstimmt, die draußen dransteht. Aber die netten Damen im Visitor Center rufen kurz bei ihm an, sodass ich mir dann auch wirklich sicher bin.

    Vor dem Service fahre ich schon einmal in Richtung Botanischen Garten, denn da geht’s für mich nach dem Service hin. Beim Auffahren auf den Parkplatz kann ich nicht anders und muss mich direkt neben den Kuga von Travellers Autobarn stellen. Nur für das Gefühl, auch wenn der Rest des Parkplatzes so gut wie leer ist.

    Da so ein Service ja immer etwas länger dauert, nutze ich die Chance und wandere zu einer anderen Zweigstelle des Visitor Centers. Denn genau hier ist der Tropic of Capricorn. Für diejenigen, die sich nicht mehr erinnern: das ist der südliche Wendekreis. Da ich diesen jetzt überschritten habe, befinde ich mich somit wieder im Tropengebiet. Das klingt auf jeden Fall schon einmal nach warmen Temperaturen.

    Nach dem Service geht’s dann in den Botanischen Garten. Das Besondere an diesem ist, dass sie sogar einen kleinen Zoo hier haben – als Bestandteil des Botanischen Gartens mit freiem Eintritt. Er ist nicht besonders groß, hat aber dennoch eine große Vogelvoliere, ein paar Kängurus, Koalas, Wombats und Affen.

    Die Fütterung der Affen findet später am Nachmittag statt. Also geht’s auf einen längeren Spaziergang durch den Park. Auch wenn mir einige dieser Parkarbeiter ein bisschen auf die Nerven gehen, weil sie auffällig oft mit irgendeinem kleinen Fahrzeug vorbeigefahren kommen und gezwungen ein Gespräch anfangen, ist es schon ein netter kleiner Park.

    Pünktlich zur Affenfütterung bin ich dann aber wieder im „Zoo“. Die Affen bekommen Joghurt auf einen Plastik-Teller und der wird dann auch mit Plastiklöffel gegessen. Wenn sie das wieder zurückgeben (durch die Gitterstäbe) gibt es ein Trinkpäckchen als Belohnung. Einer fummelt sogar erst das Trinkröhrchen aus der Plastik und trinkt dann aus dem Trinkhalm!
    Im Anschluss gibt es bei den Koalas auch eine kleine Vorführung. Allerdings ist das die schlechteste Koalavorstellung, die ich je gesehen habe. Man sieht im so sehr im Gesicht an, dass er sich selber total dabei langweilt das runterzurasseln. Denn etwas anderes ist es nicht. Und aus irgendwelchen Gründen ist heute das Streicheln der Koalas auch nicht drin. Die armen kleinen Kinder. Ich bin nach dem Koala-Halten in Brisbane davon wohl geheilt. =)

    Die Ladies in dem ersten Visitor Center heute Morgen haben mir ans Herz gelegt noch eine Nacht hier zu bleiben, denn heute Abend ist ein Probe-Rodeo für nächsten Freitag. Die Reiter üben in einem der Pubs in der Stadt. Da ich mir nicht so sicher bin in welchen das genau war, besuche ich sie noch einmal.
    Da der Zeltplatz übermäßig teuer ist, beschließe ich es zumindest in dem Hostel zu versuchen, auch wenn der Herr vom Zeltplatz mir wenig Hoffnung, weil wohl schon einige von dort zu ihm gekommen sind. Naja, ich kann ja immernoch wieder zurückkommen. Leider mache ich auf meinem Weg einen wohl eher ungewöhnlichen Fehler. Ich lese nur das Wort „Hostel“ und werde deswegen dort mein Glück versuchen. Was ich aber überlesen habe, weil es kleiner darunter stand: Es ist ein Hostel von Aborigines für Aborigines. Dementsprechend fühle ich mich schon ein bisschen unwohl, als ich auf dem Hof viele von ihnen sehe. Die Reception ist geschlossen und in der Küche antwortet keiner, denn diese ist geschlossen, bis das Abendessen fertig ist. Erinnert mich eher ein bisschen an Ferienlagerunterkunft.
    Eine nette Bewohnerin kommt zu mir und fragt, was ich möchte, kann deren Aufmerksamkeit aber auch nicht auf sich ziehen.
    Ich bedanke mich für ihre Hilfe und versuche mein Glück dann doch lieber woanders. Beim Rausgehen sehe ich dann den Zettel… Na toll, hätte ich auch früher sehen können…

    Aber ich finde dann doch noch das YHA- Hostel und bekomme sogar ein Bett.
    Von hier gibt es sogar einen Shuttle zu dem Rodeo-Pub. Leider nur hin und nicht zurück. Aber dann muss ich wenigstens nicht fahren, denn die Auffahrt ist voller Schlaglöcher.
    Und ich brauche auch nicht alleine dorthin, eine Engländerin aus meinem Zimmer kommt auch mit.
    In dem Pub angekommen, haben wir noch ein bisschen Zeit, bis das Trainingsrodeo losgeht. Deswegen gibt’s zur Feier des Tages dann doch mal richtiges Abendessen im Pub. Leider erfahren wir erst danach, dass das heute ausfällt. Also gibt es für uns nur ein paar Bilder im leeren Gelände und dann zu Fuß zurück zum Hostel. Es ist auch gar nicht so weit, wenn man nicht alleine gehen muss. Besonders wenn komische betrunkene Gestalten rumlaufen…

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